Ich habe mich sehr angerufen gefühlt

Liveaufnahme aus der Kölner Wohngeschmeinschaft, 2017
© Freddy Steen/bonnFM

Knapp 102einhalb Stunden habe ich mittlerweile in meinem Podcast wirreden telefoniert. Bei einer durchschnittlichen Gesprächsdauer von 10 Minuten sind das etwa 615 Telefonate. 615 Telefonate mit Fremden und Freunden, Prominenten und Verwandten.

Ich habe Gespräche geführt, in denen es um die tiefsten Abgründe menschlichen Zusammenlebens ging, Gespräche, die den größten Nonsens zu Thema hatten, das man sich vorstellen kann (Hallo? Wir haben live ‚Ich packe meinen Koffer gespielt‘!). Hatte Gespräche, die mich sprachlos machten, aber auch Gespräche, in denen mein Anrufer nicht zu Wort kam, weil mir soviel eingefallen ist. Aber nach mehr als 600 Gesprächen bleibt auch die Frage: Was soll denn jetzt noch kommen? Seien wir ehrlich: Jede sexuelle Spielart, jede zwischenmenschliche Facette: Wir haben vermutlich drüber gesprochen. Und irgendwann fehlen dann sogar mir die Worte. Hinzukommt: Jede Woche eine Livesendung zu schmeißen, zu planen, zu bewerben, das ist ein zeitintensives Hobby. Vor allem wenn man neben dem 40+-Stundenberuf noch ein ruheloser Typ ist, der ständig neue Ideen umsetzen will.

Aber machen wir’s kurz: Ich habe mich dazu entschieden, wirreden im Herbst nach der nächsten Staffel zu beenden. Nicht ersatzlos, sondern zugunsten von neuen Projekten. Neuen Ideen. Neuen Vorhaben.

Als Abschlussgala wird es am 6. November noch eine letzte Liveausgabe des Podcast in der Kölner Wohngemeinschaft geben – dort, wo alles anfing.

Die Tickets sind im Vorverkauf. Kommt alle, wer weiß, wann wir nochmal die Gelegenheit dazuhaben?

PS: Keine Sorge. Die Gespräche sind ja nicht weg, sondern werden alle schön für alle Zeiten online bleiben. Zum Nachhören.

PPS: Geplant sind noch zwei-drei Best Of-Episoden, die ich irgendwann mal noch schneiden muss. Aber ja, die kommen!

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