Zwei Jahre #wirreden!

Seit ziemlich genau zwei Jahren mache ich nun diesen Podcast, bei dem Menschen anrufen und mit mir über Dinge sprechen können, die sie beschäftigen. In dieser Zeit habe ich viele Geschichten erlebt, die kaum rezitierbar sind. Aber auch sehr viele Geschichte, die totaler Mumpitz sind und so absurd, dass ich sie auf jeder mittelmäßigen oder sehr guten Party zum Besten geben musste. „Haha, bei wirreden rief mal jemand an, der…“ ist ein häufig gefallener Satz.

Immer mal wieder erlebt dieser regelmäßige Podcast aber auch Durststrecken. Wochen, in denen es nicht so recht läuft, nichts spannendes passiert und ich mich und das Format in Frage stelle.
Und immer mal wieder habe ich dann aber auch solche Highlights wie gestern Abend. Eine Folge, dessen Thema eigentlich „Internet“ war. Und plötzlich spreche ich mit der Person, die durch einen Tweet Shitstorm um Shitstorm kassiert hat – solange, bis ihr Fell dick genug war, um die Idioten im Internet links liegen zu lassen.
Und direkt danach ruft Jannis an und spricht mit mir über die Vergangenheit im Internet. Und darüber, wo man wohl heute wäre, ohne das Internet. Ein Gedankengang, den ich eigentlich vorher nie gefasst hatte. Und der erst während des Telefonates entstand. Ja, wo denn eigentlich? Beruflich wäre ich vermutlich in eine völlig andere Richtung abgebogen.
Aber privat? Ne. Auch mein Privatleben lässt sich heute hauptsächlich auf Begegnungen aus dem Internet zurückführen. Selbst mein urältester Freundeskreis aus meiner Heimatstadt fing eigentlich mit Chats an. Und damit, dass man sich „vom Schulhof“ und „vom Sehen“ kann, aber dann doch erst über das Internet miteinander Kontakt aufgenommen hat. Selbst mein Musikgeschmack ist so brutal vom Internet mitgeprägt, dass ich dem Internet in all seiner Brutalität und Schrecklichkeit, die es mit sich bringt, mehr zu verdanken als zu verachten habe.

Und wo sollte ich das ausdrücken, wenn nicht in einem Blogeintrag?

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