„Promi“ Big Brother – Das sind die Promis

Im Fernsehen lief heute die erste Folge Promi Big Brother.

Weil ich davon ausgehe, dass ihr euch die ganze Sendung nie im Leben angeguckt habt (oder?) und man niemals all diese teilnehmenden Persönlichkeiten kennen kann, habe ich mal recherchiert und zu Papier gebracht, wer diese Personen eigentlich sind, die SAT.1 uns da als Prominente verkaufen möchte:

Janina Youssefian War einst Teppichluder von Dieter Bohlen, klärt allerdings schon vor ihrem Einzug darüber auf, dass es sich eigentlich nicht wirklich um Teppich gehandelt hat, sondern um einen Zuschneidetisch. Abdecktisch. Abstelltisch. Wasauchimmer. Jedenfalls: Ja, das ist ihre größte Qualifikation und machte sie prominent. Weiter im Text. (Im Laufe der ersten Folge wird sie sich übrigens circa 70mal darüber beschweren, dass sie keinen Spiegel hat, um sich dann mithilfe eines Kehrbleches abzuschminken.)
Promistatus: Irgendwo zwischen Angela Ermakova und Kader Loth.

Aaron Troschke Ich möchte kurz noch einmal erinnern, dass diese Sendung den Titel „Promi Big Brother“ trägt. Deeeenn: Aaron Troschke ist prominent dadurch, dass er Teilnehmer bei ‚Wer wird Millionär?‘ war. Nach dieser Logik bin ich spätestens seit dem Moment prominent, als ich einmal versehentlich im Hintergrund eines Fotos von Marco Schreyl auf Promiflash zu sehen war (kurze Recherchen haben es mir leider nicht ermöglich, dieses Foto noch einmal aufzutreiben). Nun ja. Zu seiner (also Aarons) Verteidigung muss man immerhin erwähnen, dass er auch einen YouTube-Kanal betreibt.
Promistatus: Ungefähr auf einem Level mit Frau Schäfer vom Bäcker nebenan.

Alexandra Rietz Nicht nur Darstellerin von K11, sondern auch echte Kommissarin. Die größte Station auf ihrem Weg zum Stern auf dem Hall of Fame ist vermutlich die Teilnahme an Promi Big Brother. Wann war das noch gleich? Ach ja: 2014. Laut Wikipedia (übrigens: Die erste der genannten Teilnehmer/-Innen mit einem Eintrag) soll sie sogar mal in Der „Oliver Pocher Show“ zu sehen gewesen sein.
Promistatus: Vergleichbar mit Christian Storm. Ihr wisst schon, die rechte Hand von Ingo Lenßen bei Lenßen&Partner.

Mia Magma (aka Mia Julia Brückner) Ich möchte es kurz zusammenfassen, was Mia Magma eigentlich ausmacht. Sie macht Musik wie Micaela Schäfer (also nackt), macht Musik wie Mickie Krause (also nur vor Deutsch-Mallorkinischem Suffpublikum) und macht Musik wie Melanie Müller (Gröhlehymnen, bestehend aus zwei Sätzen, die jedem Menschen mit gesunden Ohren mehr Verletzungen als Wohlbefinden zufügen dürfte).
Der einzige Unterschied zwischen ihr und Mickie Krause ist vermutlich die Pornovergangenheit und die blonden Haare. Und die Tatsache, dass sie bereits in einem K.I.Z.-Musikvideo mitgespielt hat.
Promistatus: Kennt jemand ‚Aische Pervers‘? Zack die Bohne.

Paul Janke Seine Berufsbeschreibung „DJ“ ist 2014 eigentlich fast mehr Beleidigung denn Qualitätsmerkmal. Was Paul Janke, den feschen, blonden Ex-Bachelor, Ex-Amateur-Fußballspieler, Ex-Halbprofi-Fußballspieler, Ex-Let’s Dance-Teilnehmer und Ex-Model allerdings vor allem ausmacht: Eine unerträgliche Krakehlstimme.
Ach und: Der komplette Berufsstand der DJs wird durch Menschen wie Paul Janke ruiniert.
Promistatus: Gerade berühmt genug, um von Constanze Rick bei Prominent! (VOX) und Katja Burkard bei Punkt 12 (RTL) mit Fragen, wie „Was sagst du zu pinken Schnürsenkeln in gelben Schuhen, wie es Neymar trägt?“, konfrontiert zu werden, aber nicht berühmt genug, um genug Mut zu haben, pinke Schnürsenkel in gelben Schuhen zu tragen.

Claudia Effenberg (ehemals Strunz, ehemals Köhler) Die einzige Berufsbezeichnung, die sich heutzutage noch schlimmer liest, als „DJ“, ist „Designerin“. Claudia Effenberg (ehemals Strunz, ehemals Köhler) ist Designerin. Eine Königin der Gossip-Omnipräsenz, die die schöne Anekdote, ihren Ex-Mann für einen Mannschaftskollegen (und Mittelfingerpionier) desselben verlassen zu haben, auf ewig mit sich herumtragen wird.
Promistatus: Wie Cathy Fischer ohne Videokolumne, wie Liliana Matthäus ohne Lothar, wie der NJoachim Sauer des Fußballs.

Dr. Mario-Max Prinz zu Schaumburg-Lippe Prinz Anhalt ist alldas, was er gerne wäre. Nennt sich in der ersten Sendung mal Jurist, mal Moderator, ist vor allem aber auch: Nicht prominent. Sein Wikipedialink führt zum Wikipediaeintrag über seine Mutter und ich weiß nicht, ob die Welt bereit ist, für all die Witze, die einem allein über diese Tatsache einfallen würden. Dass er den Titel „Hoheit“ (fälschlicherweise) für sich beansprucht, sagt genauso viel über ihn aus, wie die Tatsache, dass er sich offenbar vor allem gut mit Ronald Schill versteht.
Promistatus: Für Menschen, die Bunte lesen, vermutlich einer von denen, von denen man mal „etwas gehört hat“. Für alle anderen Menschen nur einer von vielen und vor allem: Egal.

Hubert Kah Was soll man erwarten von einem „Künstler“, dessen letzter Erfolg – „Sternenhimmel“ über 30 Jahre zurückliegt, und schon auf dem CD-Sampler „Big Brother (6+100 Tage Party) im Jahr 2000 erschienen ist – als Klassiker. Während der Auftaktsendung präsentiert er sich vor allem dadurch, dass er einen wirren Blick in die Leere wirft, das Konzept der Show nicht verstanden hat und durch Gesichtsspastiken schnell den Verdacht aufkeimen lässt, seit 30 Minuten den öffentlichsten Kokainentzug der jüngsten Fernsehgeschichte zu dokumentieren?
Promistatus: Wird gerne verwechselt mit der Spider Murphy Gang (Bruttosozialprodukt), Markus (Ich geb’ Gas) oder Extrabreit (Flieger’, grüß mir die Sonne). Eigentlich ja auch alles das Gleiche.

Ela Taş Ist quasi die nächste Stufe von Aaron Troschke (wer es schon vergessen hat: Das ist ein ehemaliger „Wer wird Millionär?“-Kandidat, der jetzt im Promi Big Brother-Haus sitzt, siehe oben), durfte nämlich sogar beim Bachelor mitmachen, hat dort aber eigentlich nur damit Gerede produziert, dass sie gegen eine Glasscheibe gelaufen ist, sich selber für unwiderstehlich hält und vor allem: Ziemlich wider(steh)lich war. Bachelorkandidatinnen – irgendwie eine Kategorie für sich.
Promistatus: Georgina Fleur-Bülowius ohne rote Haare, aber in bräsig.

Ronald Schill „Richter Gnadenlos“ (BILD). War einmal Hamburger Innensenator, hat dann aber die Paolo Pinkelsche-Reißleine gezogen, nachdem er die Asylpolitik des Landes für die ausbleibenden Zahlungen während der Flutkatastrophe verantwortlich machte. Wird gerne mal rechts der AfD verortet. Böse Zungen sehen Bernd Lucke dagegen in fünf Jahren im Promi Big Brother-Haus. Heute lebt Schill übrigens, nachdem er lange diversen Untersuchungsausschlüssen Informationen über seinen Standort schuldig blieb, tatsächlich in einer Favela in Rio de Janeiro mit seinen zwei Frauen und beichtete erst kürzlich von dort über seine Sexsucht, die ihn die 14 Tage im Container quälen wird.
Promistatus: Hatte mal Verantwortung, hat dort aber unter katastrophalsten Umständen seine „Haltung“ präsentiert. Eigentlich wie Michael Skibbe, nur mit größerer Kragenweite.

Liz Baffoe Liz Baffoe hat, nachdem sie gefühlte 36 Jahre die Rolle der Mary Sarikakis in der Lindenstraße gespielt hat, immer mal wieder hochkarätige Rollen besetzen dürfen. So konnten Fans sie bereits in Serien wie „Die Anrheiner“, „Verbotene Liebe“, „Ein Fall für die Anrheiner“ oder gar in „Schloss Einstein“ sehen. Lässt allerdings durchschimmern, dass sie vermutlich in den nächsten 14 Tagen Sympathieträgerin bleiben könnte. Schließlich ist sie die Einzige, die bislang weder nackt, noch betrunken, noch lechzend den Nackten gegenüber getreten ist. Klingt ja schonmal vielversprechend.
Promistatus: Irgendwo bei Susan Sideropoulos und Janin Reinhardt.

Michael Wendler Tut mir leid. Zu Michael Wendler fällt mir leider überhaupt nichts ein.
Promistatus: Diesen Namen habe ich noch nie gehört.

Fassen wir zusammen: Zwar kein Dschungelcamp, aber auch nicht „Verdachtsfälle“.

1 Gedanke zu „„Promi“ Big Brother – Das sind die Promis

  1. Super Analyse! Ein dummes Volk, brauch halt auch dumme Unterhaltung. Ich bin froh nicht mehr in Deutschland zu leben. Ich kenne kein Land, welches so stark verkorkst von „Bauern“ bewohnt wird. In meinen Augen ist ein „Promi“ jemand der wirklich etwas auf die Beine gestellt hat und dadurch bekannt wurde.

    Gruß Marvin

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