#printwirkt

Ich war heute in einem Buchgeschäft und jetzt glaube ich, dass es um die Literatur ähnlich gut bestellt ist, wie um Kassetten, Videokassetten oder eben Printtageszeitungen.

  • Peter Hahne empfindet es als „Wert“, dass das Zigeunerschnitzel Zigeunerschnitzel heißt. Sein Buch heißt „Rettet das Zigeuner-Schnitzel!: Empörung gegen den täglichen Schwachsinn. Werte, die wichtig sind.“
    Ich frage gar nicht erst, wie er Schokoküsse nennt, ob er Frauenparkplätze massiv ablehnt und ob er seine Filme noch auf VHS kauft. Ob Peter Hahne wohl auch die D-Mark zurückhaben möchte?
  • Quizduell: Das Buch. Ich frage mich nach dem Sinn, Screenshots einer App auf 300 Seiten Papier abzudrucken. Ob es wohl auch eine E-Bookvariante gibt?
  • Das Jahrbuch 2014/15 der Rolling Stones muss das langweiligste Buch aller Zeiten sein. Wirklich.
  • Romane, die in der eigenen Stadt spielen, sind das fiktive Aktenzeichen XY der Mittdreißiger.
  • Ich möchte nie wieder von einem Buch lesen, das vom „ganz normalen Wahnsinn“ handelt.
  • Der Tisch „Bücher mit Happy End“, den es hier wirklich gibt(!), ist das literarische Hollywoodkino mit Nicholas Cage in der Hauptrolle. Oder wahlweise der Sat.1 Filmfilm mit Veronica Ferres als Maria Magdalena einem Berlin 1988.