Nachrichten aus dem Sommerloch

Ab sofort endlich wieder regelmäßig. Die Kolumne im Blog: Der Montagsschwarzmaler.

Fernsehen zu machen, so scheint es, war selten einfacher, als in diesen Tagen.

Am vergangenen Samstag hat die erste große ProSieben-Samstagabendshow ohne Raabsche Beteiligung seit „Das große Kipp-Roll-Fall-Spektakel“ (mit Matthias ‚Fi-Fa-Flöte‘ Opdenhövel) „Himmel oder Hölle“ Premiere gefeiert, in der genau das zusammenkam, was zusammengehörte:
Die Möglichkeit, Quizfragen einfach mal nicht zu beantworten und sich stattdessen „Dschungelprüfungen“ (DWDL.de) zu stellen.
Moderator Jochen Schropp hat dann als Konsequenz der Antwortefaulheit des Kandidaten einfache Register ziehen dürfen, wie, den Kandidaten zu bitten, einen Ventilator mit der Zunge zu stoppen.
Vollkommen normale Samstagabendfamilienunterhaltung, also. Und ihr wundert euch, dass „Wetten, dass…“ nicht mehr massenkompatibel ist?

Und wer mag es da schon verurteilen, dass Til Schweiger stattdessen Quallen tottrampelt, sich dabei filmt und dieses Video auf seine Facebookseite lädt? Klar. Irgendwie müssen ja Sommerloch und die tatortfreie Zeit gefüllt werden. Im nächsten Jahr plant Til Schweiger übrigens Robbenurlaub in Kanada – ich bin schon jetzt auf die Videos gespannt.

Bei den öffentlich-rechtlichen Kanälen hat man sich dagegen anscheinend andere Mittel überlegt, um die sonnenallergischen Fernseher am Gerät zu halten:
Während in der buntesten Show der Welt seit „10 vor 11“, dem ZDF-Fernsehgarten, Tina Turner, korrigiere: „Tina Turner“, „Elton John“ und „Elvis Presley“ auftreten dürfen, die sich allesamt um einen Opel Adam tummeln, der anschließend an eine Gewinnerin verschleudert wird, kurz bevor Hans Klok sich mit Freude versägt, läutet Das Erste eine neue Generation der Youtube-Wettbewerbe ein.
Größer als geexte Biere, heißer als die Fire Challenges (Stichwort: Spreepark): Die Mross-Chili-Challenge. Funktioniert allerdings leider nur in Live-Situationen und mit Currywurst.

Vielleicht schaffen wir es im nächsten Jahr ja mal, den Supermond televisionistisch in Szene zu setzen. Wünschenswerter wäre es ja offenbar.

Zehn Dinge, die ich gerne im Promi Big Brother-Haus sehen würde:

  1. Miroslav Klose
  2. Stefan Mross (nur mit Currywurst, versteht sich)
  3. Lothar Matthäus
  4. Claus Kleber (Auf dem Weg zur Perfektion)
  5. Kay One
  6. Diese eine Frau aus der Jury bei Got To Dance, die nicht Palina ist und auch nicht bei Take That war/ist.
  7. Katrin Sass
  8. Peer Kusmagk
  9. Die ersten 4 Sekunden aus einem Jason Derulo-Song in Dauerschleife
  10. Irgendjemanden mit Twitterzugang

its-not-warming-logo-700x379Wie das Designtagebuch heute berichtet hat, gibt es nun endlich ein eigenes Logo für den Klimawandel, der nicht mehr Erderwähmung heißen darf.
Der Designer Milton Glaser, der bereits das Motiv „I LOVE NEW YORK“ entworfen hat, hat sich bei der Erwärmung jedoch anderen Maßstäben gestellt.

Das Logo ist ein Kreis mit Farbverlauf. Von schwarz zu grün, von oben nach unten. Und es hat genau die Aussagekraft, die man von einem Kreis mit Farbverlauf erwartet.

Na immerhin hat das Kind mit neuem Namen nun endlich ein (Mond-)Gesicht.

Kurze Schocknachricht zum Schluss noch von der Schauspielerin, die mit Nachnamen Gyllenhall heißt:

Vor Kurzem erst erfuhr sie, wie ihr richtiger Vorname lautet.

Wie die meisten anderen ging die „Dark Knight“-Schauspielerin bislang davon aus, dass „Maggie“ die Kurzform von „Margaret“ sei.
[…]
„Meine Eltern kramten neulich meine Geburtsurkunde aus und darauf steht, dass mein Name ‚Margolit‘ ist. […] „Nicht einmal meine Eltern konnten sich daran erinnern, mir den Namen ‚Margolit‘ gegeben zu haben. Tatsächlich bestehen sie noch darauf, dass mein Name nicht Margolit ist“.

Quelle: Promiflash.de

Der wahre Name Maggie Gyllenhalls. Zu ihrer eigenen Überraschung!Na Gott sei Dank hat sich jemand die Mühe gemacht und ihren Wikipediaeintrag auf Grundlage einer Nachricht vom 12. Juli richtigstellend korrigiert.

Glaubt man also der Zeitleiste – und schenkt den Aussagen Promiflashs, dass man dort wahnsinnig schnell und investigativ wäre, lässt dies nur einen Schluss zu:

Maggie Gyllenhall hat eigentlich aus der deutschsprachigen Wikipedia erfahren, wie sie wirklich heißt. Und ihre Eltern ebenfalls.